Mittwoch, 6. April 2011
Zitat der Woche
I couldn't shut her up, but I could add my voice.

"Pervocracy" kommt auf meine Blogroll, auch wenn sie 'nur' generelle 'body acceptance' vertritt...


Und ja, ich weiß, ich bin nicht annährend so positiv und friedlich. Aber es braucht eben alle möglichen Aspekte in einer Bewegung. Auch wenn das mit dem Atomreaktor kurz vor der Wasserstoffexplosion etwas übertrieben ist, gebe ich doch zu, tendenziell eine eher angriffslustige Zeitgenossin zu sein.

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Montag, 21. März 2011
Oh, wow!
Kelly Gneiting, der dickste Marathonläufer der Welt!



[[von hier]]

Und nein, ich habe nicht vor, es ihm nachzutun. Ich hab's nicht so mit Sport. Aber das ist Geschmackssache.

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Dienstag, 15. März 2011
Ungezogene Blagen
Was mir neulich auffiel: wenn noch vor gar nicht so langer Zeit ein kleines Kind mit dem Finger auf mich zeigte und sagte, 'Guck mal, Mama/Papa/was auch immer, da ist eine ganz dicke Frau', dann war das dem Erwachsenen peinlich, und er oder sie erklärte dem Kind, dass man nicht auf der Straße auf Leute zeigt und Kommentare macht.

Seit einiger Zeit schwenkt das um zu Kommentaren der Sorte 'Woah, die ist wirklich total dick!' oder 'Deshalb müssen wir drauf achten, was wir essen' oder auch einfach, gar nichts zu sagen und blöd zu glotzen.

Und nein, ich bin nicht irgendwie wesentlich dicker als früher; außerdem machen entsprechend indoktrinierte Dünne bei echten Deathfatties (also denjenigen, die die BMI-Lobby als 'krankhaft fettleibig' oder 'morbidly obese' labelt) eh keinen Unterschied mehr.

Ich schiebe das mal auf diese Trash-Formate und Ekel-'Dokus', mit denen Dicke objektifiziert und als abstoßende Freaks hingestellt werden, und die ganzen Hetzberichte, die mit 'headless fatties' illustriert werden. Da lernen die Leute, dass man sich Dicken gegenüber beliebig grob benehmen darf, weil das eh keine richtigen Menschen sind, sondern eklige Schwabbel-Blobs (ohne Gesichter, die etwas ausdrücken, und Augen, die einen angucken); und das bringen sie auch ihren Kindern bei.-

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Sonntag, 6. März 2011
Trash-Formate
Fast habe ich schon keine Lust mehr, auf einem bestimmten Serien- und Trash-Kanal die guten, frischen Ami-Krimis anzugucken. Da wird zur Zeit so eine absurde trashige Abnehm-Show namens 'Biggest Loser' für ihren baldigen Start angekündigt.

Es scheint sich wohl um eine Gruppe von dicken Leuten in bunten T-Shirts zu handeln, die boot camp-mäßig Sport machen müssen, und wer am meisten abnimmt, hat gewonnen?

Mich graust dabei, wie diese armen Menschen vorgeführt werden. Es sind halt keine Menschen, sondern irgendwie 'andere' Blobs, bei denen die Kamera zur allgemeinen Belustigung gnadenlos auf Speckrollen und Schwabbelbäuche draufhält und der drill instructor die Körper dieser Leute allen Ernstes als 'Scheiße' bezeichnet. Sie haben jetzt schon nicht mal mehr Bäuche und Hintern, sondern sind nur noch ein amorpher Sack Scheiße. Das soll sie zum Abnehmen motivieren -- Selbsthaß und Ekel.

Das ist die Message solcher Formate -- Haß und Ekel gegenüber dem Fett anderer Leute (die eigentlich gar keine Leute sind, nicht so wie die Normalen), und heimlicher Selbsthaß und Selbstekel in jedem Zuschauer, die sich auf das (potentielle) Fett am eigenen Körper richtet. Das gilt übrigens auch für die bizarren Fett-Episoden der Samstags-Abends-Trash-Doku auf Vox. Superdicke Körper werden mit genüßlichem Ekel vorgeführt, und die Menschen selber dürfen nur eines sein: unglücklich, abnehmewillig, und voll Verzweiflung über das eigene Dasein. Sie sind auf jeden bizarr, auf jeden Fall total anders als 'wir', und namenlos eklig.

Warum also der Aufwand? Soviele Deathfatties von diesem Format gibt es doch nicht, dass die sich als Zielgruppe für eine Industrie lohnen würden, auch wenn die Zahlen über Magenamputationen furchterregend sind.

Ein alter Spruch aus dem Repertoire der Dickenhasser besagt, dass in jeder dicken Frau eine dünne steckt, die sich nach draußen kämpfen muss. Was, wenn man diese Parole umdreht?

In jeder dünnen, normalen, durchschnittlichen oder leicht kurvigen Frau steckt (so suggerieren diese Trash-Formate und jede andere Art von Anti-Fett-Werbung) eine potentielle Deathfattie, die nur darauf wartet, herauszukommen und sich auszudehen und ihr Leben zu ruinieren, und die unaufhörlich und dispzipliniert bekämpft werden muss. Wenn angeblich alle abnehmen können (was wir ja mit sowas glauben gemacht werden sollen), dann können ganz genauso gut alle zunehmen, und immer mehr zunehmen, bis sie solche entmenschlichten Blobs sind und nur noch leiden, und von der Kamera und Millionen johlender Fernsehzuschauer verhöhnt werden.

Das macht Angst -- völlig überflüssige Angst, wenn es doch so viel wesentlichere und wichtigere Dinge auf der Welt gibt, die man bekämpfen könnte.

Und durch diese Angst vor den Deathfatties, die in uns allen schlummern, wird die Zielgruppe der Abnehmindustrie schlagartig größer: alle. Absolut alle!

Ich brauche keine Brille (bis auf eine Sonnenbrille, und eine 1-Euro-Lesebrille zum Einfädeln der Nähmaschine -- bin halt nicht mehr die Jüngste), und ich bin eine überzeugte Großstädterin ohne Auto. Werbung für Optikerketten, Autos, Autoversicherungen geht an mir vorbei wie solche für Babynahrung und Hundefutter.

Wofür diese Trash-Formate zur Aufhetzung zum Dickenhass gut sind, ist, die Gruppe der Leute, an denen die Abnehmwerbung vorbeigeht, immer kleiner und kleiner zu machen. Da lebt eine wachsende Millionenindustrie im Bereich Nahrungsmittel und Gesundheit (inklusive dem Eso-Segment der 'bollocky potions from China') von, und ein Nebeneffekt ist, dass finanzielle und mentale Ressourcen gebunden werden, die woanders besser verwendet wären.

Was, wenn auch nur ein Teil dieser Leute folgende Dinge tun würden:
  • den aus 'schlechtem Gewissen' bezahlten Monatsbeitrag zu einem fast nie besuchten Fitnessstudio statt dessen bei avaaz.org für mobile Internetinfrastruktur zum Einsatz in Libyen und bei den anderen aktuellen arabischen Revolutionen zu spenden?
  • statt der 'Verfettung der Gesellschaft' die 'Gentrifizierung der Städte' zu bekämpfen?
  • statt über Alli und Viagra über die teuren Monopol-Medikamente gegen Krankheiten wie AIDS zu reden, und eine Pharma-Industrie, die willig ist, in afrikanischen und asiatischen Ländern ganze Generationen sterben zu lassen, um ihre lukrativen Patente zu schützen?
  • statt industrieller 'Light'-Produkte irgendwas zu kaufen, was richtig gut schmeckt, dessen Zutatenliste auf dem Etikett richtig kurz ist?
  • nicht länger Selbstkasteiung als Pflichtbeitrag zur Volksgesundheit zu akzeptieren, sondern lieber zu hinterfragen, wer sagen darf, was 'gesund' ist, und wem die ganzen Privatisierungen im Gesundheitswesen wirklich nützen?
  • nicht joggen zu gehen, um abzunehmen oder 'schlank zu bleiben' (siehe oben), sondern lieber demonstrieren zu gehen, gegen Tiefbahnhöfe und mehr Kernkraft, für mehr direkte Demokratie und Bürgebeteiligung, oder meinetwegen auch umgekehrt?
Wir leben in interessanten Zeiten; in unserer Welt da draußen tut sich gerade wirklich etwas. Und statt dessen sollen wir (möglichst alle, und ganz besonders die Frauen) unsere formidable Energie darauf verschwenden, die (innere oder äußere) Deathfattie in uns zu bekämpfen? Vom Geld ganz zu schweigen?

Fat Acceptance geht auch um das Freisetzen gebundener Energien -- nicht der Energien im Körperfett durch Sport, sondern der mit dem Abnehmwahn beschäftigte Energien für wirkliche sinnvolle Projekte und Unterfangen -- von Hobbies über Kunstaktionen, Lebensfreude, die sich durch Kochen, Essen, Tanzen, Gärtnern oder Musik ausdrückt, Lesen und Bloggen, mit Katzen und Hunden spielen, mitdiskutieren bei dem, was man wichtig findet, und schließlich Aktivismus, Demonstrieren, Verbreiten von Ideen, Politik, Aufruhr. Und gerade die, die Familien haben, wollen doch ihren Kindern eine bessere Zukunft hinterlassen! Und gerade wir Frauen haben doch wirklich genug echte Probleme, weltweit, aber auch gerade noch hier in unserer ach so fortschrittlichen westlichen Welt! Es gibt so viel zu tun, von dem der Abnehmfasel nur ablenkt.

Und, fürchte ich, eben ablenken soll.

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Freitag, 11. Februar 2011
Headless Fattie


Ich war heute auf einem Business-Termin, und als ich wegging, sah ich gegenüber des Aufzugs einen klassischen 'Headless Fattie'.

Mich.

Witzige Art, einen Spiegel aufzuhängen.-

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Mittwoch, 9. Februar 2011
Juhu!
Mein Fat Necklace ist angekommen! Den ganzen Weg von Brisbane! Trotz grausigem Hochwasser.

Es war nicht mal in 'ner Flaschenpost.-

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Freitag, 4. Februar 2011
Fa(t)shion!


[[Velvet d'Amour in John Galliano, via hier]]

Haben will!! Haute Courture aus dem Mainstream, genau mein Stil. Okay, mein Stil, wenn ich etwas gewagter unterwegs bin. In die Arbeit kann man das eher nicht anziehen.

Würde mir auch passen.

Nur meinem Geldbeutel würde das wohl leider gar nicht passen...

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Montag, 31. Januar 2011
Offener Brief mit Klarstellung
Liebe wildfremde dicke alte Dame in der Kirche bei der Familienfeier heute!

Nein, ich war nicht persönlich verletzt und betroffen, weil Sie gesagt haben, Sie seien doch fast so dick wie ich. Ich weiß, daß ich dick bin. Ich bin 'out' als dick, und habe sogar einen Fat-Acceptance-Blog. Ich zähle mich, so an der Peripherie, zu den weltweiten Aktivisten dieser Bewegung. Man wird zwar deutlich entmutigt, irgendwelche Vergleiche zwischen sich und anderen anzustellen, genauso wie es nicht okay ist, irgendjemandem, der sich als dick outet, zu widersprechen 'Aber du bist doch gar nicht dick!', aber das ist schon Fat Acceptance für Fortgeschrittene. Ich war nicht beleidigt. Wirklich nicht, Ich hätte gerne eine Weile mit Ihnen geredet, aber ich hatte überhaupt keine Zeit, und keine Ahnung, wo ich anfangen sollte.

Denn:

NEIN, es ist überhaupt nicht okay, wildfremde Leute einfach von hinten anzufassen und zwangszuknuddeln, auch wenn man in einer evangelischen Kirche der ganz betulichen Art ist, wo sich alle ganz furchtbar liebzuhaben haben. Wenn Sie an mir vorbeiwollen, um mit der Pfarrerin zu reden, dann sagen Sie 'Verzeihung' und gehen schnell vorbei, um den Aufenthalt innerhalb der unmittelbaren persönlichen Zone einer wildfremden Person (=meiner!!!) so kurz wie möglich zu halten. Keineswegs darf man besagte wildfremde Person zwangsknuddeln, in der Hoffnung, sie werde dann schon weniger vom Donner gerührt sein. Das ist massiv unangemessen, egal, wie dick oder dünn die Person ist.

Das hat gar nichts mit dick oder dünn zu tun. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: die wenigsten Dinge im Leben haben mit Dick oder Dünn zu tun. Wir haben dem bloß in den letzten paar Jahren die uuuuunglaubliche Bedeutung gegeben, deshalb soll es jetzt schon daran liegen, wenn man nicht von wildfremden alten Damen in Kirchen zwangsgeknuddelt werden will.

Tut es aber nicht.

Mit unfreundlichen Grüßen,
Xarminta

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Mittwoch, 26. Januar 2011
Fat Studies
In England kann man sogar Fat Acceptance und HAES als akademisches Thema belegen.

Seltsamerweise fällt das unter 'Geographie'.

Huh?

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Freitag, 14. Januar 2011
Kurze Durchsage
 
Wir haben kein Problem. Wir brauchen keine Lösung. Danke!



[[von hier -- das musste jetzt mal raus, weil diese versammelten Spezialexperten das einfach nicht verstehen wollen!]]

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Ich bin aus dem Schneider...
... und brauche das deutschsprachige Handbuch zur Fat Acceptance nicht mehr selbst zu schreiben. Auch wenn meine Schwester jetzt bestimmt wieder einen Grund findet, warum ich das doch sollte.

Und ich höre ja im Großen und Ganzen auf meine Schwester. Sie ist auch eine ganz wunderbare Schwester, die die Augen offen hält für Sachen, die ich übersehe. Wie zum Beispiel Talkshows. Ich finde Talkshows und Kochtalks und ernsthafte Diskussionssendungen ganz fürchterlich, weil da irgendwelche selbsternannten Wichtigs herumsitzen und langwierig labern, um ihre eigene Wichtigkeit hervorzuheben.

Dabei ist mir natürlich völlig entgangen, dass die Talkshow 'Menschen bei Maischberger' diesen Dienstag nicht nur das Thema 'Gibt es die Wunderdiät?' hatte (worum ich sowieso einen riesigen Bogen gemacht hätte!), sondern neben den üblichen Diät-'Experten', Schlankheitsfanatikern und Übergewichts-Epidemie-Bekämpfern auch zwei Vertreter von Fat Acceptance und HAES eingeladen: Gunter Frank, einen Arzt, der aus seiner Praxis heraus ein Buch geschrieben hat, und die Motivationstrainerin Sabine Asgodom, die jetzt als erste selber dicke Person auf Deutsch das Ende des Diät-Paradigmas verkündet, und ebenfalls ein Buch geschrieben hat, mit dem schönen Titel 'Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot'.

Darüber kann ich noch nichts sagen; das ist gerade eben erst hier eingetroffen, und erstmal gucke ich jetzt eh die Sendung bei der ARD-Mediathek. Da geht übrigens der zweite Link oben hin. Ich weiß nicht, wie lange das bleiben darf, bis es depubliziert werden muss, also lieber bald gucken! Und damit ich nicht vor Wut mein Knäckebrot mit Ei und Lime Pickles (Ich mag nämlich Knäckebrot! Mein Leben ist eher zu kurz für Sellerie!) an die Wand klatsche, wenn die zahlreichen Experten fürs Abnehmen und Vertreter des Mainstream da ihren Dickenhass und ihre Fettphobie verbos absondern, werde ich einen laufenden Kommentar in den Kommentaren verfassen. Das mache ich sonst anderswo über meine Lieblingsserien, wie etwa 'Doctor Who' oder 'Mad Men', zwecks der Diskussion mit anderen Fans.

Und wenn ich das Buch der Frau Asgodom gelesen habe, dann werde ich hier natürlich auch drüber schreiben.

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Mittwoch, 12. Januar 2011
Kaum bestellt man etwas richtig Cooles...
... in Australien, schon ist da Land unter.

Yep, Natalie Perkins AKA definatalie ist original da in Brisbane, wo das Wasser ist.

Ich hoffe, mein fat necklace wird nicht weggeschwemmt, und auch der Natalie passiert nichts, weil sie nämlich wirklich eine klasse Fat-Acceptance-Bloggerin ist.

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Samstag, 8. Januar 2011
Was wirklich Geld kostet
Ihr kennt das Geheul von wegen, wir Dicken kosten die Volkswirtschaft und das Gesundheitssystem jedes Jahr diesen und jenen astronomischen und frei erfundenen Betrag pro Jahr, nur weil wir fett seien und davon automagisch irgendwelche Krankheiten kriegen würden?

Was ja bekanntlich so einfach gar nicht stimmt?

Ein 'Leak' aus England hat mir jetzt eher aus Versehen verraten, dass dort in einem einzigen Krankenhaus (das aber wohl für diese Dinge in einer gesamten Metropolenregion zuständig ist) pro Monat 40 bis 50 Magenverkleinerungen durchgeführt werden, bei ca. 12,000 Pfund Kosten pro Patient. Das macht pro Monat eine halbe Million Pfund in dem Krankenhaus alleine, aus Steuergeldern.

Diese Operationen werden großenteils aus purer Fettphobie und Abnehme-Dogma durchgeführt, da ein BMI von über 40 jeden automatisch qualifiziert.

Diese Operationen bringen nichts (außer Komplikationen); während Magenverkleinerungen zuerst dramatische Resultate zeigen, holt es sich der Körper wie bei jeder Hungersnot-Diät wieder zurück, irgendwie, man mag es sich gar nicht vorstellen.

Eine halbe Million Pfund im Monat für nichts, an einem einzigen Krankenhaus bzw. in einer einzigen erweiterten Großstadt.

Unter dem verschärften Vorzeichen, dass die konservativ-liberaldemokratische Regierung dort das öffentliche Gesundheitssystem wegen Wirtschaftskrise extrem zusammenstreicht. Das heißt, jedes Pfund, das auf diesen Scheiß verschwendet wird, fehlt anderswo bitterlich.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser System von gesetzlichen Krankenkassen das grundsätzlich anders handhabt. Ich mag das nicht wirklich erforschen, weil ich den Teufel tun werde und mich bei meiner Krankenkasse einloggen, um Informationen über so etwas zu bekommen. Die würden mich danach mit Abnehm-Propaganda per Post zuschmeißen, und das auf Kosten meiner Beiträge.

Jedenfalls finde ich es unter diesen Gesichtspunkten besonder perfide, zu behaupten 'Die disziplinlosen Dicken kriegen alle Diabetes und müssen dann auf Kosten unserer Krankenkassenbeiträge behandelt werden', wenn in Wahrheit auf Kosten meiner Krankenkassenbeiträge aus purem Dickenhass und Fettphobie völlig überflüssigerweise irgendwelchen armen, indoktrinierten Leuten der halbe Magen rausgeschnitten wird.

Auch unser Gesundheistssystem wird von der Politik totoptimiert und könnte das Geld anderswo besser gebrauchen. Aber selbst wenn nicht -- stellt euch mal vor, wie viel HAES-Beratungen, Yoga oder Wassergymnastik für Dicke (ohne Abnehmabsicht!) oder Therapien für anorektische Teenager (Kollateralschäden der Anti-Fett-Propaganda) die Krankenkassen von dem Geld bezahlen könnte, das sie auf diese Operationen verschwenden! Das könnte Leben retten, und Lebensqualität wesentlich verbessern.

Statt dessen gehts den Abfluss runter oder, um beim Thema zu bleiben, direkt von der Speiseröhre in den Anus.-

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Samstag, 1. Januar 2011
Neujahrs-Revolution
Neujahr ist der Tag der 'guten Vorsätze', und diese sind leider im Mainstream häufig "Abnehmen durch Diät, und mehr Sport".

Deshalb ist es in Fat-Acceptance-Kreisen genau der richtige Tag, um zu Health At Every Size zu inspirieren, potentiellen Abnehmekandidaten das Konzept von HAES zum ersten Mal vorzustellen und Resourcen bereitzustellen, damit sich Leute über die Alternativen informieren können!

Vor allen Dingen die Liste bei dem letzten Link rechts, links und unten ist wahnsinning umfassend und vollständig. Da kann man schon eine ganze Weile mit Klicken und Lesen verbringen...

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Freitag, 31. Dezember 2010
Lebensfreude


Eines der Bilder des Jahres bei Spiegel Online.

Extra-Bonus dafür, dass die Bildunterschrift keinen Kommentar über ihre Figur macht. Okay, ich mache das jetzt, indem ich das Bild hier in dem Kontext poste, aber ich finde sie auch inspirierend, wie sie da steht, so nach dem Motto: "Hallo großes Wasser!"

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Märchenstunde
Die Abenteuer der dicken Prinzessin -- ein Fat-Acceptance-Märchen (auf Englisch).

Mit niedlichen, teilweise leicht ironischen Worterklärungen als besonderer Bonus.

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