Was wirklich Geld kostet
Ihr kennt das Geheul von wegen, wir Dicken kosten die Volkswirtschaft und das Gesundheitssystem jedes Jahr diesen und jenen astronomischen und frei erfundenen Betrag pro Jahr, nur weil wir fett seien und davon automagisch irgendwelche Krankheiten kriegen würden?

Was ja bekanntlich so einfach gar nicht stimmt?

Ein 'Leak' aus England hat mir jetzt eher aus Versehen verraten, dass dort in einem einzigen Krankenhaus (das aber wohl für diese Dinge in einer gesamten Metropolenregion zuständig ist) pro Monat 40 bis 50 Magenverkleinerungen durchgeführt werden, bei ca. 12,000 Pfund Kosten pro Patient. Das macht pro Monat eine halbe Million Pfund in dem Krankenhaus alleine, aus Steuergeldern.

Diese Operationen werden großenteils aus purer Fettphobie und Abnehme-Dogma durchgeführt, da ein BMI von über 40 jeden automatisch qualifiziert.

Diese Operationen bringen nichts (außer Komplikationen); während Magenverkleinerungen zuerst dramatische Resultate zeigen, holt es sich der Körper wie bei jeder Hungersnot-Diät wieder zurück, irgendwie, man mag es sich gar nicht vorstellen.

Eine halbe Million Pfund im Monat für nichts, an einem einzigen Krankenhaus bzw. in einer einzigen erweiterten Großstadt.

Unter dem verschärften Vorzeichen, dass die konservativ-liberaldemokratische Regierung dort das öffentliche Gesundheitssystem wegen Wirtschaftskrise extrem zusammenstreicht. Das heißt, jedes Pfund, das auf diesen Scheiß verschwendet wird, fehlt anderswo bitterlich.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser System von gesetzlichen Krankenkassen das grundsätzlich anders handhabt. Ich mag das nicht wirklich erforschen, weil ich den Teufel tun werde und mich bei meiner Krankenkasse einloggen, um Informationen über so etwas zu bekommen. Die würden mich danach mit Abnehm-Propaganda per Post zuschmeißen, und das auf Kosten meiner Beiträge.

Jedenfalls finde ich es unter diesen Gesichtspunkten besonder perfide, zu behaupten 'Die disziplinlosen Dicken kriegen alle Diabetes und müssen dann auf Kosten unserer Krankenkassenbeiträge behandelt werden', wenn in Wahrheit auf Kosten meiner Krankenkassenbeiträge aus purem Dickenhass und Fettphobie völlig überflüssigerweise irgendwelchen armen, indoktrinierten Leuten der halbe Magen rausgeschnitten wird.

Auch unser Gesundheistssystem wird von der Politik totoptimiert und könnte das Geld anderswo besser gebrauchen. Aber selbst wenn nicht -- stellt euch mal vor, wie viel HAES-Beratungen, Yoga oder Wassergymnastik für Dicke (ohne Abnehmabsicht!) oder Therapien für anorektische Teenager (Kollateralschäden der Anti-Fett-Propaganda) die Krankenkassen von dem Geld bezahlen könnte, das sie auf diese Operationen verschwenden! Das könnte Leben retten, und Lebensqualität wesentlich verbessern.

Statt dessen gehts den Abfluss runter oder, um beim Thema zu bleiben, direkt von der Speiseröhre in den Anus.-

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